Aarhus – europäische Kulturhauptstadt 2017

von emaloca / am 31.07.2017 / in Allgemein
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(4-2017) Drei Nächte lagen wir im Südhafen von Aarhus. Viel gab es in der Stadt zu erleben, nicht nur weil sie dieses Jahr europäische Kulturhauptstadt ist. Wir mussten das Programm nur geschickt den Regenpausen anpassen – und dann auf unsere Klappfahrräder und los ging es.

Schon bei der Anfahrt zum Südhafen gab es Kunst.

Pavillon bei Tag….

Pavillon bei Nacht

Aarhus macht es auch dem Fremden leicht, sie mit dem Fahrrad zu entdecken. Von so viel Fahrradfreundlichkeit können wir uns in Deutschland noch so manches abgucken. Es wird viel gebaut in der Stadt: nicht kleckern, sondern klotzen heißt die Devise. Ein neues Hafenviertel ist am Entstehen, das wie eine internationale Bauausstellung daherkommt – beeindruckend und mutig, aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

Die aus dem Boden gestampften Quartiere sind ein totaler Kontrast zum alten, gewachsenen Aarhus mit seinen kleinen Gassen, Geschäften und Lokalen. Ob da Urban-Gardening-Projekte oder Sportflächen reichen werden, um ihnen mehr Leben einzuhauchen?

Dokk1 – Bibliothek und Kulturzentrum

Das Gebäude hat wirklich Weltklasse – nicht nur was die Größe anbetrifft. Man betritt das Dokk1 und gelangt ganz einfach über eine Rolltreppe mitten in eine Bibliothek. Ebenfalls gleich am Eingang, neben der Rolltreppe, findet man den Bürgerservice. Es gibt viele Sitzecken zum Schmökern und arbeiten, manche mit grandiosem Ausblick auf den Hafen.

Ein Ausblick von vielen aus der Bibliothek

Ein großer Bereich mit Kinderbüchern ist umrahmt von Spielmöglichkeiten, einem Extra-Raum mit Spielgeräten, die jeder ergotherapeutischen Praxis zur Ehre gereichen würden. Aber auch interaktive Spiele und Möglichkeiten für Internetrecherchen, Zugänge zu weltweiten Online-Zeitschriften sind großzügig vorhanden. In dem Gebäude gibt es außerdem Konzert- und Veranstaltungsräume. Uns ging das Herz auf: ein Zugang zur Kultur ohne jegliche elitäre Hemmschwellen.

ARoS Kunstmuseum

Ähnlich beeindruckend das Kunstmuseum AroS. Kunst auf 15.000 Quadratmetern! Wir verbrachten einen ganzen Tag dort, während sich draußen ein Dauerregen austobte.

Ein Teil des Regenbogengangs von ARoS

Zeitgenössische Kunst, spannender und prickelnder als die aktuelle documenta in Kassel und alte Meister waren zu bestaunen. Hier, aber auch in anderen Gebäuden der Stadt und 4 Kilometer an der Küste entlang gab es zudem noch die Sonderausstellung „The Garden“.

Macht euch selbst ein Bild, wir lassen jetzt einfach die Kunst sprechen – und segeln währenddessen weiter gen Norden …

Boy, 5 Meter groß aus Fiberglas

Wasserstaub

Walküre

Wald der Zukunft?

Wachsbatik, afrikanischen Kolonialzeiten nachempfunden

Den blinden Fleck suchen

Eine Wand aus Bilderrahmen mit getrockneten Pflanzen. Verzeichnet wurde der Pflanzenname, Fundort und die Zahl der gefundenen Toten. Die Pflanzen wurden auf Massengräbern im Kosovo gesammelt.

Projektion der ältesten Pflanzen auf unserem Planeten. „We dream under the same sky!“ Im Pavillon gab es Kräuterkisten und Kochevents

Pflanzen der Zukunft?

Polygon

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