Träume? Verwirklichen!

von emaloca am 30.07.2015 / in Allgemein
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(12 von 12) Landratte: Ich hab gelesen, dass ihr oft Nachts gesegelt seid. Da kann man doch gar nichts sehen, oder?
Gerd schwärmt: Es gibt Nächte da sieht man wirklich nur den beleuchteten Kompass und die eigenen Positionslampen. Es gibt aber auch Nächte, da scheint der Mond so hell, dass er einen blendet. Manchmal sind Sternenbilder und die Milchstraße so deutlich und briliant zu erkennen, wie an Land wohl nur selten.“ Anke seufzt verträumt.

Landratte: Ist es Nachts nicht kalt?
Beide: „ Kommt auf die Kleidung an. Lange Unterhose, Wollhemd, Wollsocken, Schal, Mütze, Handschuhe und dann noch eine Decke um die Knie – das hat fast immer ausgereicht! Ansonsten tut auch ein Becher heiße Brühe unheimlich gut!“

Landratte verkneift sich ein entsetztes Gesicht: Und wie war denn so das Wetter?
Anke und Gerd schauen sich achselzuckend an und wiederholen: „Wetter? Ja, das ist wie es eben ist!“
Landratte guckt hilflos. Da ergänzt Anke: „Also wir bringen viel Sonnenmilch wieder mit nach Hause, wenn Du das meinst! Wir mussten ja oft nur das Gesicht eincremen!“

Badetag

Badetag

Landratte: Aber dann konntet Ihr ja nicht mal in der Ostsee baden?
Die beiden sind irritiert: „Wieso nicht? Na, klar haben wir gebadet so oft es ging. Es waren immer mindestens 16 Grad, einmal hatten wir sogar 18.“ Landratte schüttelt sich innerlich.

Landratte hofft auf Sensationen: Hattet ihr nie Angst?
Gerd und Anke: „Ja, manchmal, dass der Wind wegbleibt oder dass unser Motor nicht hält.

Landratte fragt nach: Ich meine so beim Segeln und starkem Wind….
Gerd: „Für Angst bleibt da keine Zeit. Man muss schon Respekt vor der See haben und entsprechend umsichtig handeln.“ Anke: „Angst hilft einem da auch nicht weiter! Ich rede in einer brenzligen Situation dann beruhigend auf mich ein: ‚Du schaffst das, bleib ganz ruhig‘, so etwas in der Art!“

fluegge

Blick auf unseren Leuchtturm Flügge. Auch wir sind durch den Törn flügge geworden!

Landratte: Was hat euch denn am meisten beeindruckt?
Beide überlegen lange. Dann sagt Gerd: „Vor ein paar Tagen die Grundsee vor Sassnitz und wie Emaloca so versetzt wurde, das hat mich schon sehr beeindruckt!“ Anke: „Mich hat meine familiäre Spurensuche sehr bewegt. Und ansonsten, wir hatten so viele Erlebnisse und beim Segeln so unterschiedliche Wetterbedingungen, dass ich da gar nichts rausgreifen kann.“ Gerd nickt bestätigend.
Beide: „Natürlich werden wir auch nie die Hilfe vergessen, die wir erhalten haben. Die Crew von der Finistere, die uns abgeschleppt hat und Richard, der polnische Mechaniker, ohne den wir wahrscheinlich unseren Törn gar nicht hätten beenden können.“

Landratte: „Könnt ihr nicht noch ein paar Geschichten mehr erzählen?“
Beide scheinen darauf keine große Lust zu haben und sagen: „Lies doch einfach unsere Reiseberichte. Da steht doch eine Menge drin.“

Könntet ihr Landratten wie mir oder auch anderen Seglern einen Tipp geben?
Beide: „Ja klar! Hast du Träume, fang einfach an, sie umzusetzen!“

Dann sieht Landratte die beiden Arm in Arm breitbeinig wie alte Salzbuckel über die Mole gehen und dazu ein Lied brummen:

Backbord ist links und Stürbord ist rechts
Steif ist ein Grog von Rum!
Stürbord ist rechts und Backbord ist links
Halt dich am Mast, kipp‘ nich um!
Hoch ist der Himmel und tief ist die See!
Einmal geht’s runter, dann rauf in die Höh….

strandkorb

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