Sommer in der Kuchenbude

von emaloca am 20.07.2016 / in Ostseetörns
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Samsö ist keine Insel, an der wir einfach so vorbeisegeln wollen. Zu beeindruckend ist die Moränenlandschaft im Norden, die einen weiten Blick über die Ostsee erlaubt. Ein Licht, das die Luft pastellfarben erscheinen lässt, das Wasser präsentiert sich in den unterschiedlichsten Blau- und Türkistönen.

ausblick-schlafAlso haben wir uns von Kerteminde bei achterlichem Wind mit der Genua bis nach Samsö ziehen lassen. Reisegeschwindigkeit: immer über 5 Knoten, in der Spitze sogar einmal 8. Vorbei an dem trubeligen Hafen Ballen bis ins verträumte kleine Langör und dort den letzten freien Platz im Hafen erwischt. Der Wind blies viel stärker als vorhergesagt, so dass wir unsere Ankerpläne verschieben mussten.

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Am nächsten Morgen ging es unseren neuen Klappfahrrädern zur besagten Nordspitze.

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Ein kleiner Abstecher zur Langör- und Nordby-Kerke gehören natürlich dazu. Beide Kirchen sind mit ihrem Friedhof ein wahrer Platz für die Ewigkeit. samsoe-kirche-blick

Der Blick geht auf das Meer, der Friedhof ist mit einer Steinmauer gegen die Winde geschützt. In den Kirchen zeugen große Segelfrachtermodelle, die mit den Leuchtern von der Decke hängen von der großen Verbundenheit mit dem Meer. Die Grabsteine zeigen: Frauen auf Samsö hatten im letzten Jahrhundert große Chancen die 90 zu überschreiten und gar die 100 zu erreichen.

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Der Segeltörn als Kneippkur

Abends schon wieder kein Ankerwetter. Überhaupt ist dieser Sommer merkwürdig. Kalt-warm, schwitzen-frieren, abhärten! Heute Morgen war es im Schiff 15 Grad. Die Lufttemperatur im Wind will ich lieber gar nicht wissen. Wir baden tapfer jeden Tag vor dem Frühstück bei Wassertemperaturen so um die 16 / 17 Grad. Nach dem morgendlichen Bad genehmigte mein Skipper heute endlich den Aufbau der Kuchenbude. Bislang bekam ich immer zu hören: „Keine Kuchenbude, es ist doch Sommer.“ Da war die Entscheidung gefallen, noch einen weiteren Tag auf Samsö zu verbringen. Vielleicht tut so eine „Zwangsabschaltung“ nach anstrengendem Berufsalltag auch einfach mal ganz gut.

wetter

Als Kontrastprogramm zum Segeln gibt es heute frische Roedspaetter mit heimischem Gemüse. Denn Samsö wird nicht ohne Grund auch als DIE Gemüseinsel Dänemarks bezeichnet.

fischmenue

 

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