(9) Immer wieder Ostsee

von emaloca am 14.09.2021 / in Allgemein
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Obwohl in dieser Segelsaison nicht allzu viele Seemeilen in unserem Kielwasser liegen, haben wir dennoch wieder einmal die Vielfalt der Ostseeküste erleben dürfen.

Endspurt vor der Fehmarnsundbrücke

Die verzaubernde Schärenlandschaft Westschwedens, in der man sich gut gegen alle Winde verstecken kann; die langen Sandstrände und die tobende Ostsee an der baltischen Westküste von Lettland und am Schluss zeigte sich noch einmal die dänische Südsee mit ihren sanften, von Endmoränen geprägten Inseln von ihrer lieblichen Seite.

 

War es dieses Jahr wieder ein runder Törn? Sagen wir mal so: er war eher etwas Längliches mit Ecken und Kanten.

Am Anfang wiederholten wir fast die Route vom letzten Jahr: die Blekinger Schären bei Karlskrona, den Kalmarsund hoch und über Ölands Nordspitze zu Gotlands Südspitze. Herrliche Leichtwindsegeltage mit schönstem Sommerwetter und einer zu warmen Ostsee (bis zu 25 Grad).

Flirrende Eindrücke: Himmel, Wasser, Schwäne, Dunst und Fischerfähnchen

Mondaufgang neben Hafeneinfahrt

Dann ging es mit einem langen Schlag von Gotland nach Liepaja, Lettland. Von dort wollten wir eigentlich nach Süden, nach Klaipeda und zur kurischen Nehrung in Litauen. Nun wurde es eckig, denn der Wind wehte uns genau in die andere Richtung nach Ventspils, Lettland.

Warum der Skipper einen auf Cowboy macht bleibt ungeklärt

In dieser Ecke hielt er uns einige Zeit fest, mit einer Stärke, die er sonst nur im Herbst oder Winter zu zeigen pflegt. Wir machten per Bus einen Ausfallschritt auf uns bislang unbekanntes Terrain – nach Riga.

Blick in die Kajüte nach Segeln bei Schietwetter

Tapfer kämpften wir uns wieder zurück nach Gotland. Dann folgte Kalmarsund die Zweite, aber mit schönen Entdeckungen uns bislang nicht bekannter Häfen. Der Aufruf eines Bootsnachbarn: „Der kleine Herbst möchte bitte im August abgeholt werden!“ aufgrund von ungewöhnlich kühlen Morgen- und Abendtemperaturen wurde erst Ende August gehört.

Im Hafen Dunst, draussen dicker Nebel

Dann entwickelte sich genau das richtige Wetter für das Smalandfahrwasser und die dänische Südsee: Goldene Spätsommerstimmung zum Saisonausklang!

Irgendwann kam aber doch die Fehmarnsundbrücke in Sicht, dahinter unser Heimathafen Orth auf Fehmarn. Beim Auskranen dann doch Erleichterung, dass der Schaden unter dem Kiel von unserer Steinberührung in den Schären nicht sehr groß ist, eine Schramme, die wir selbst beheben können. Wir werden im Winter wieder von vielen Eindrücken und Sonnenstrahlen zehren!

PS:

Jetzt sind wir wieder zu Hause und versuchen die enorme Biomasse in unserem Garten wieder in den Griff zu bekommen!

 

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